Ankunft

Ok, jetzt merkt man, dass man in „Afrika“ gelandet ist. 

Unvorstellbar, wirklich, wie so ein Landeplatz aussehen kann. Ich versuche es mal bildlich zu beschreiben. 

Das Flugzeug landet quasi direkt neben Häusern, Alles ist total klein. Unter einer Plane wird eine kurze Kontrolle der Dokumente gemacht, aber richtig geschaut hat da niemand was du zeigst, Hauptsache zu zeigst irgendwas vor, dann winken sie dich weiter. Also drehst du nach der Plane um und gehst ins Flughafengebäude. Das ist ein Haus mit offenen Türen indem du dein Visum beantragst indem du ein Papier mit deinem Namen ausfüllst. 

Bezahlst es und wartest auf das Gepäck, welches durch eine Person mit der Hand auf ein Mini Gepäckband geworfen wird. Tja von 4 Koffern, hatten wir ja Glück, dass wenigstens einer da war. Wir haben noch eine Weile gewartet bis der größte Wusel weg war, aber die Situation blieb unverändert.

Also machten wir uns auf den Weg nach Zomba und fuhren mit Patrick in unsere Unterkunft. Die Autos sind demoliert, ziemlich kaputt und der Fahrstil ist schon kurz gewöhnungsbedürftig. 

Ab dem Moment haben sich die Eindrücke überschlagen. Es ist schier unmöglich das, was man dann gesehen hat annähernd realitätsnah auszudrücken. 

Eine vierspurige Straße, die Menschen -auch Kinder – laufen direkt neben den extrem rasant fahrenden Fahrzeugen, Lastwagen und abartig überfüllten Minibussen die Strasse entlang. Überall Stände, wo direkt an der Straße gegrillt wird und Sachen verkauft werden. Aber eher nichts europäisch Verträgliches…sowas wie „Spatz am Spiess“ und Aussteigen hätte man glaube ich auch nicht wollen. Im Kreisverkehr stehen Minderjährige mit ausgestreckten Armen, komplett behangen mit Hühnern, die sie verkaufen wollen.

Überall sind Menschen, viele laufen und viele sitzen vor Hütten, Häusern und mitten auf der Straße. Die Häuser sehen unterschiedlichst aus. Wellblechdächer mit Steinen fixiert aber auch Stabileres ist vorhanden. 

Angekommen an der Unterkunft. Es gibt Mehrbettzimmer, eine Dusche mit kaltem Wasser, eine mini Kochnische ohne Inventar und ein Zweiplattenelektroherd, leider gibt es die meiste Zeit des Tages kein Strom. 

Das was man aus Deutschland kennt. Von Hygiene, Sauberkeit, Ausstattung ist einfach unvergleichbar. Man geht eher blind durch, es ist schon wahnsinnig versifft, sowohl die Küchenecke, als auch die Matratze mit quasi Liegelöchern, ein Laken welches wahrscheinlich noch nie gewaschen wurde, kein Kissen, keine Decke.

Unvorstellbar, aber das erste Mal habe ich mir Gedanken machen müssen, wie ich wo an Wasser komme, weil ich richtig durstig war, es kein Trinkwasser gab und alle Läden schon zuhatten. 

Wir haben uns Wasser mit Chlortabletten von anderen Studenten abgefüllt, damit wir erstmal bis zum nächsten Morgen etwas hatten. 

Ohne Strom und mit kaltem Wasser ging es schnell ins Bett, zumal es hier ab 18 Uhr tiefste Nacht ist und wir eh ohne Gepäck, also auch ohne Taschenlampen nicht viel sehen konnten. 

Etwas kalt, aber fix und alle war ich froh zu schlafen. 

Menschen auf Ladeflächen fahrend ^^

Abflug

Nach vielen, vielen Vorbereitungen, Zusammensuchen der Versorgungsgüter auf verschiedensten Wegen, wöchentlichen Besuchen im Tropenzentrum und der Uniklinik, unzähligen abgearbeiteten Packlisten, Koffergequetsche, später 

geht es los! 

Auf nach Zomba — und zum Zomba Central Hospital nach Malawi. 

Um 09.00 Uhr habe ich mit zwei Koffern, einem Rucksack und einer Tasche das Haus verlassen, um zur Straßenbahn zu gelangen, die das erste Verkehrsmittel des Tages sein sollte, mich nach Afrika zu bringen 😇. Schon im Treppenhaus kam ich mit dem Gewicht und der Fülle meines Gepäckes dezent an meine Grenzen, sodass meine liebste Nachbarin mich mitleidig beäugte und mich zum Bahnhof nach Dresden fuhr.

Dort angekommen ging es mit einem halbierten und massig überfülltem ICE nach Frankfurt. 

Letzte Telefonate, noch einen kleinen Powerfruit-Zwischensnack, die vergebliche Suche nach funktionierenden Steckdosen und dann wagten wir uns zur Kofferaufgabe und der Sicherheitskontrolle. Gut, dass das Handgepäck mit knapp 5 kg drüber nicht gewogen wurde, sonst hätte ich meine eiserne Schokoreserve ja schon am Flughafen vernichten müssen.

Um 22 Uhr ging der Flieger nach Addis Ababba/ Äthiopien 🇪🇹. In so einem riesigen Vogel bin ich noch nie geflogen, naja ist ja auch kein Wunder, selbst mein Reisepass war ja noch druckfrisch. 

3×3 Plätze mit Monitoren ausgestattet. Kleines Kissen und Decke gab es auch. 

Der Blick in die Buisness Class machte die Augen weit. Schon nicht schlecht 🤣.

Um 24 Uhr gab es dann Essen, tatsächlich das erste Richtige, was wir am Tag zu uns genommen haben. Tat unheimlich gut. Danach fielen wir quasi wie auf Knopfdruck, von Stresss, Schlepperei, Warterei und unendlich viel Aufregung in einen Dornröschenschlaf……..der dann —herzlichen Glückwunsch — um 3 Uhr mit „good mooooorning — koffee or tea — schmerzhaft früh unterbrochen wurde.

Um 7 Uhr gelandet in Addis Ababba gab es dann während der Wartesitzen einen kurzen Powernap und dann ab in den nächsten Flieger nach Ndola in Sambia 🇿🇲.

Auch hier wurde einem nicht viel Nachholschlaf gegönnt, dafür aber ein warmes Mittagessen um 10h morgens 😍👌🏻😉.

Gegen Mittag ging es dann nach wirklich kurzen Aufenthalt weiter nach Blantyre, wo wir gegen Nachmittag landen wollen. Unsere Zieldestination, wo uns „Patrick“ nach Zomba begleiten soll. 

Gespannt wie es weitergeht… 

Info

Leider gibt es hier öfters keinen Strom und häufig kein Internet oder nur super schlechtes…

Ich versuche aktuell meine Erfahrungen zu teilen, leider gestaltet sich das Hochladen seeehr schwer. Auch das Foto-Hochladen ist unzuverlässig. Ich gebe mein Bestes! 😇