7.Tag

Heute war ein ereignisreicher und toller Tag.

Am Morgen hatten wir endlich Strom und es gab einen heißen Tee zu den frischen Morgenstunden. 

Als ich zur Übergabe von Neonatologie und Kinderstation kam, dieses Mal 10 min später als angesetzt, war ich das erste mal nicht viel zu früh. 😇

Nach der Besprechung packten die Ärzte plötzlich Mitgebrachtes aus und meinten heute ist Kuchenfreitag. Wir feiern, dass mal wieder eine Woche zu Ende geht – das fand ich ja richtig gut. Es gab Wassermelone und Kuchen, das war für eine hier immer hungrige Nina genau das Richtige.

Danach ging es direkt in den OP. Heute war ich nicht mehr ganz so überrascht und geschockt. Ich wusste ja in etwa, was mich erwarten würde.

Ich schaute in die verschiedenen OP Räume rein und gesellte mich zum Anästhesisten den ich vom Vortag schon kannte. 

Er drückte mir sofort sterile Handschuhe in die Hände und meinte, ich solle gleich mal Hand anlegen. Ich spritze dem Kind das Narkotikum und es schlief ein, in Teamwork intubierten wir das Kind, der Arzt war etwas gemütlich, alles was er tat, kannte ich anders. Manche Schritte, die man so kennt, lassen sie hier weg, nach dem Motto – das wird schon so passen. Trotzdem wollte ich das Kind gerne abhören, um sicherzugehen, dass nicht der Magen beatmet wird. Da machte er große Augen, danke mir dafür und vertraute ganz auf mein Urteil. Das ehrt mich, jedoch bin ich schließlich nur Studentin und sollte auch noch Fehler machen dürfen. Aber hier gibt es auch echt wenige richtige Ärzte mit 6 Jahre Studium, die meisten haben die 3 Jahres-Ausbildung und dürfen damit richtig viel eigenständig behandeln. 

Der Anästhesist bedankte sich total bei mir, dass ich ihm bei der Narkose geholfen habe. Ich fand das mega lieb, dass er die Arbeit meinerseits so geschätzt hat. Und mich bereichert es, wenn ich wirklich was tun und helfen kann. 

Das Kind hatte eine Invagination des Darmes und brauchte eine Colon-Teilresektion mit End-zu-End-Anastomose.

Hier konnte ich nichts mehr tun und bin in den nächsten OP. 

Ich stellte mich dem am ehesten als Arzt aussehenden Menschen vor. Er freute sich, mich kennenzulernen und nahm mich direkt mit zum Waschen. 

Ja, meine Taktik ist, sich nicht wundern, einfach das so machen, wie sie es hier machen. Also wuschen wir die Hände mit Seife und ja, desinfizierten sie eben nicht. Das macht man nämlich nicht zum Einwaschen. Auch die Zeit wird hier etwas eingekürzt. 

Dann gibt es im OP ein Handtuch zum Abtrocknen, auch untypisch, welches man einfach auf den Boden werfen soll. Da zögerte ich schon kurz, aber alle bestärkten mich, also machte ich das so. Der Kittel ist wohl auch steril, bzw autoklaviert, aber staubt ganz schön… dann gibt es sterile Handschuhe und das mal zur Ausnahme andersherum, hier sogar zwei Paar. Das kenne ich so nicht, beruhigte mich aber ungemein. 

Ja und dann ging es an den Tisch. Als erste Assistenz. 

In Deutschland habe ich operativ bisher nur einmal bei einer Gyn OP und einmal bei einer Abdomen OP assistiert, das macht man üblicherweise als dritte Person. Also war ich gespannt, gerade auch wegen der Sprache und vorfreudig was mich erwartet. Ahja bis dato wusste ich noch gar nicht was für eine OP mich genau erwarten würde. Ich sah nur eine unfassbar große Geschwulst am Fuß. 

Die Patientin war wach und bekam alles mit. Sie hatte jedoch eine Spinalanästhesie womit sie an den Beinen nichts spüren konnte. Ich blickte über das Instrumentensieb und wusste schon was passieren würde. 

Wir musste nicht mal viel reden, meistens habe ich anhand der Gesten schon erkannt, wie ich unterstützen konnte, ob ich schneiden oder abklemmen sollte. 

Wenn er eine Arterie getroffen hatte, drückte ich ab, während er eine Klemme orderte und ich den Faden umlegte, er knotete und ich Abschnitt. 

So arbeiteten wir Hand in Hand. In Deutschland darf man nie so viel machen, man stellt sich immer vor, dass man das schon hinkriegen würde, hatte ja auch Kurse im Skills Lab besucht, aber im OP machen das dann trotzdem höher gestellte Ärzte. Hier macht man es einfach und das war einfach toll. Und hat mich medizinisch in meiner Entwicklung total bereichert. 

Und dann wurde es etwa rabiater. 

Die Muskeln wurden durchtrennt, und der Knochen freigeschabt, der Arzt setzte die Knochensäge an, während ich versuchte das funktionsfähige Bein zu stabilisieren. 

Allein den durchtrennten Knochen wegzuhalten und den Röhrenknochen zu spüren, war mal sehr interessant. Auch wie durch den Counter die Muskeln kontrahierten, war spannend. 

Ach ja, der Elektrocounter verursachte eine große Verzögerung. Dieser war nämlich zu Anfang einfach kaputt, wer hätte es gedacht, der zweite dann auch. Yay. Erst der dritte, den sie aus dem anderen OP holten, funktionierte. Bis dahin klemmten wir alle Gefäße händisch ab, was einen kleinen Park an Klemmen erzeugte und uns nicht wirklich voran brachte… 

Nachdem wir dann die Knochen durchtrennt und den Nerven aufgesucht hatten, sollten eigentlich die Muskeln so gekürzt werden, dass ein schöner Stumpf entstehen kann. Also differenzieren was bleibt, was soll weg.

Ja leider fiel in dem Moment der Strom aus und das Licht war weg. Er machte aber einfach weiter, was ich super mutig fand, weil man echt nicht mehr viel sehen konnte. Ich hätte kurz gewartet, aber ihn juckte das gar nicht. Er machte weiter und zwei Assistenten leuchteten mit ihren Handys, damit er wenigstens nicht radikal daneben kam. 

Ich dachte im OP gäbe es Notstromaggregate, aber es dauerte erschreckend lange ohne Strom.

Ich schüttelte innerlich mal wieder den Kopf über das was ich erlebte. 

Zum Mittagessen ging ich heute zum ersten Mal ganz alleine als Weiße durch die Stadt. Die Rate, angesprochen zu werden stieg enorm an. Als ich dann Militär bei Hitze die Straße hochrennen sah, die lustig klingende Sachen riefen, machte ich von der anderen Straßenseite ein Foto. Das bereute ich schnell. Plötzlich schrien sie aggressivst los und ich war so überwältigt, was gerade plötzlich abging. Ich war froh, dass mir nichts passierte. 

Richtig seltsam, dich fotografieren immer alle, aber die Leute selbst wollen das hier nicht so. 

Zurück zu Hause musste ich die Klinik-Kasacks im Hof waschen, damit ich wieder frische Sachen hatte. Ein Graus, dass man das nicht in der Klinik lässt. Auch wieder etwas, worüber man nicht nachdenken darf. 

Zum Abendessen gibt es drei Samosas. Diese werden immer in einem Plastikeimer an der Straße vor der Klinik verkauft, erst gab es eins dann zwei, heute drei, ich taste mich langsam ran, möchte nicht wieder meinen Magen riskieren 😝

Jeden Tag, den ich hier bin denke ich daran, wie man woanders auf der Welt sauberes und reichlich Trinkwasser, genug Essen, dauerhaft Strom, warme Duschen uvm. (von Kochplatten, Waschmaschinen und Co fange ich ja gar nicht an) haben kann – im Gegensatz zu hier. Sowie saubere Luft und reine Häuser und man bei einem Mückenstich keine Angst vor Malaria haben muss. 

Es ist ein Geschenk zu wissen, wie es anders sein kann und weckt unendliche Dankbarkeit.🙏

6.Tag

Heute bin ich super früh aufgestanden, mit dickem Pulli wurde draußen gefrühstückt. Dann ging es in die Klinik zur Frühbesprechung heute in der Chirurgie. Die Assistenten der Ärzte oder der Clinicians die quasi nur eine drei Jahres Ausbildung haben, was bei uns vielleicht so PJler sind stellen der Ärztin, was bei uns Ober-oder Chefarzt sind, die Fälle des letzten Tages und der Nacht vor. 

Wie schon erwähnt sprechen die Einheimischen ihr Englisch chichewisch aus, was ein Verständnis echt schwer macht. Zudem trauen sie sich kaum etwas zu sagen und werden ständig aufgefordert in die Menge zu sprechen, damit man sie wenigstens etwas versteht 😅

Dann gehts ab in den OP, ach ja die grüne OP Kleidung wurde natürlich schon zu Hause angezogen. Dann werden die Schuhe gewechselt, die Haube aus Deutschland importiert angezogen und der OP betreten. Ich war baff, es war einfach unglaublich, absolut unbeschreiblich. Der OP glich einem unfassbar dreckigem Ort mit extrem herunter gekommenen Inventar. Es gab zwar einzelne moderne Gerätschaften, wie in einem OP ein C-Bogen für intraoperatives Röntgen, jedoch relativierte dies nicht annähernd die Erscheinung dieser Räume. Es gibt keine wirkliche Schleuse in der auf Hygiene geachtet wird. Die Türen der Räume kann man wegen Defekten nicht mehr richtig schließen. Die Operateure haben widerverwendbare Kleidung an oder auch mal statt OP Haube eine Plastiktüte über den Kopf gebunden. Etwas lost habe ich mich einfach einem OP Raum zugewandt und wurde auch sehr herzlich aufgenommen. Mein Namen mögen sie sehr, da er so einfach für sie ist, anscheinend fällt es ihnen sonst schwer ausländische Namen auszusprechen. 

Der Patient liegt schon auf dem Tisch, er wird weder fixiert noch liegt er auf einer sauberen Unterlage. Er liegt auf einem Tuch und etwas Plastikfolie, zugedeckt ebenfalls von einem Laken. Als ihn jemand aufdeckt, hätte man durch den Anblick auch mal kurz einen Schock bekommen können, er hatte einen Skrotalabszess der etwa so groß wie eine Wassermelone war. Teilweise schon eröffnet.

Über ihren Kasack ziehen sie – jetzt kommt es – eine Metzgerschürze, keinen sterilen Kittel, die Arme sind also nackt. An den Füßen tragen sie Gummistiefel. 

Wenn ich sehe, wie sie arbeiten ist das auch deutlich hygienischer als OP-Clocks. 

Der Abszess wird eröffnet, der Patient ist dabei wach und es wird auch nicht abgedeckt, nicht mal eine OP oder Sichtabdeckung. Der Operateur fragt mich, was wir da sehen. Nach viel Gewebeentfernung konnte der Hoden freigelegt werden. Er strecke ein etwa 20cm großes Stück Gewebe in die Luft und meinte hier ein Geschenk. Haha Joke, war alles etwas makaber. 

Er fragte wie häufig sowas in Deutschland ist. Ich meinte in diesem Ausmaß wahrscheinlich nie oder extrem selten. Er war überrascht und meinte bei ihm sei dies absoluter Alltag. 

Die Wunde wurde mit etwas Verbandartigem zugebunden, operativ verschließen konnte er es anscheinend wegen der Schwellung nicht. 

Ab und zu rutschte er ab oder sie spritzten sich gegenseitig etwas an, da schauten sie etwas schockiert und meinten dann upsi. Ich war ziemlich ehrfürchtig davor, da so ein Großteil der Bevölkerung auch HIV hat. Wie banal mit der Hygiene umgegangen wird.

Dann im zweiten OP wurde eine Sectio (Kaiserschnitt) durchgeführt. 

Die Operateure waschen sich einen Augenblick mit Wasser und Seife, Desinfektionsmittel wird keines genutzt. 

Bei der Spinalen fällt mal eben die Nadel runter, wird aber einfach trotzdem verwendet. 

Hier wurde sogar das OP Feld mit autoklavierten Tüchern abgedeckt, die jedoch beim auslegen ohne Ende staubten. Sogar OP Kittel wurden getragen. 

Als das unterentwickelte Kind geborgen wurde, brachte es eine Bedienstete direkt in einen Nebenraum. Dies war einfach ein anderer OP mit laufender Operation, wo in einer Ecke ein Wärmebett stand, dieses war aber kalt. 

Das neugeborene Kind war schlaff und atmete nicht. Das Kind wurde zwar gerieben und etwas abgetrocknet aber war noch nass und leblos. 

Eine holländische Ärztin, die auch gerade da ist und ich stürmten hin, wir etablierten eine Beatmung, sowie Wärme und Sauerstoff. Die Maske die uns gegeben wurde war viel zu groß, die beatmete eher den Bauch als die Lungen. Auch die Wärme konnte nicht angepasst werden, der Sauerstoffvernebler war kaputt. Wären wir nicht eingeschritten, hätte das Kind jetzt nicht überlebt. Die Ärztin musste zur Op und ich machte weiter. 

Jedoch nahm sie mir die Beatmungsmaske ab und warf sie schon wieder in einen Desi-Eimer, dabei atmete das Kind lange noch nicht suffizient. 

Abgehört wurde es auch nur durch mich, kein anderer hatte ein Stethoskop, Nabelschnurblut, Vitalparameter wie eine Sättigung und Herzfrequenz wurden nicht erhoben. Sowas wie auskultieren, sollte sogar dort möglich sein. Ich improvisierte die Reparatur des O2 Geräts und stopfte etwas Müll an die undichten Stellen, ich hoffte, dass mir das Teil nicht gleich um die Ohren flog und füllte alle Undichtigkeiten. Fürs erste hielt es. 

Währenddessen wurde das Kind gefühlt bis in die Brust abgesaugt, etwa brutal und immer wieder. 

Ich rubbelte das Kind nochmal ab, es atmete immer noch nicht suffizient. Dann wurde es gewogen und anschließend zu Fuß durch die Zuständige auf Station gebracht. Ich glaubte wirklich nicht, dass das gerade passiert war. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn wir nicht eingeschritten wären. Genauso war ich mit nicht klar darüber, wie die weitere Versorgung wohl ablaufen soll. 

Ich war geschockt. Einerseits über die eingeschränkten Möglichkeiten, andererseits über das wenige Wissen und die unzureichenden Fertigkeiten des malawischen Personals. Hier fehlte nicht nur klinisches

Ich war geschockt. Einerseits über die eingeschränkten Möglichkeiten, andererseits über das wenige Wissen und die unzureichenden Fertigkeiten des malawischen Personals. Hier fehlte nicht nur klinisches Wissen und Fertigkeiten sondern auch Notfallmanagement. 

Ein absolut kritisches Kind bekommt hier keinen fähigen Kinderarzt, kein Inkubator, keine Erstversorgung. Teilweise wird es auch einfach liegen gelassen. Ob es warm oder kalt ist bemerkt da nicht mal einer.

Es ist wirklich schwer die vielen Eindrücke, die man hier erlebt, genau niederzuschreiben. Es passiert so viel gleichzeitig, die Ereignisse überschlagen sich und man ist jeden Augenblick neu überrascht was gerade passiert.

Man muss immer wieder versuchen das Beste aus der Situation zu machen. 

Aber um alle Naivität auszutreiben, das passiert Tagtäglich so. Wenn ich oder die holländische Ärztin morgen nicht mehr da sind, wird es wieder genauso weiter laufen.

Diese andere Art von Medizin im Krankenhaus kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht miterlebt.

5.Tag

Heute war Visite mit der Chefärztin. 

Wir erstbefundeten ein 8 Monate altes Kind mit Atembeschwerden mit Trisomie 21. 

Sie fragte uns aus über die erwartbaren Komplikationen und Ausprägungen. 

Ich erzähle ihr von einem Herzgeräusch, sie meinte ich solle differenzieren, welche Art von Fehlbildung das Kind habe. Ich dachte über Möglichkeiten nach, musste die meisten jedoch verwerfen, da es hierzu keine Umsetungsmöglichkeiten gab. Kein CT, kein MRT, zwar gibt es Ultraschall aber es kann kaum jemand interpretieren. Eigentlich gibt es nur Gastro-also Endoskopiemöglichkeiten, Röntgen und Blutbilder. 

Also entschied sich die Chefärztin für ein Röntgenbild, als einziges diagnostisches Mittel, bevor das Kind wieder entlassen wurde, da es keine kardiologische Abteilung gibt.  

Außerdem war ein Kind mit einem Tumor hinter dem Auge, welches im größten Krankenhaus am anderen Ende des Landes Chemotherapie bekommen hatte, da jedoch progredientierte der Tumor leider, das Kind war schon blind und konnte in diesem Krankenhaus leider nur Palliativ behandelt werden. Ein anderes hatte eine Halbseitenlähmung mit Verdacht auf neurologisches Erkrankungsbild. Bei diesem sah man sogar eine prominente Beule an der Stirn. Die Chefärztin meinte, dies sehe man hier oft, dass die Tumore schon sichtbar wären. 

Ein Kind lag auf Station mit mit geschätzter 80%iger Verbrennung, es bekam die Augen kaum mehr auf, bekam Opiate und man versuchte leidsame Prozeduren zu vermeiden. Trotz allem war ich schockiert, dass die Verbrennungen nicht einmal steril abgedeckt waren, sondern die Tücher der Familie die Haut berührten. 

Auch diesem Kind konnte nur noch Palliativ geholfen werden. 

Es sind wirklich teilweise super harte Schicksale. Obwohl es eine Klinik ist ist es einfach nicht selbstverständlich, ob den Kindern geholfen werden kann. Viele Möglichkeiten fehlen, den Kindern noch besser zu helfen oder sie wieder zu heilen.

In Deutschland gibt umfangreiche Möglichkeiten, die statt einer palliativen Versorgung zur kompletten Remission führen könnten. 

Sehr sehr gläubig sind alle Einheimischen hier. Vor Frühbesprechungen wird gebetet, und der medizinische Erfolg hängt u.a. maßgeblich von Gottes Plan ab. 

4.Tag

Da die Ärzte auf der Kinderstation am Nachmittag meinten, nicht mehr viel Arbeit zu haben, bin ich mit auf die Innere der Erwachsenen gegangen. 

Ich hatte Glück, dass mein Patient englisch konnte, so konnte man einfach fragen was für die Anamnese wichtig war und Untersuchungen ankündigen und besprechen. Trotz alledem ist es gar nicht so einfach zu wissen, wie die ganzen Untersuchungen auf Englisch bezeichnet werden, viele Begriffe sind neu, Schwerpunkte anders und die Möglichkeiten begrenzt. 

Grundsätzlich habe ich den Eindruck, ist die Medizin um einiges eingeschränkter ist, als in Deutschland, ebenso die fachliche Betreuung und Beurteilung. 

Auch in den Besprechungen läuft es meist oberflächlich ab, was man soweit verstehen kann, da viele Untersuchungen, Diagnostik und Therapien hier einfach nicht zur Verfügung stehen.

Sich so einfach zu halten ist ungewohnt. Und ich befürchte, dass durch eingeschränkteres Wissen und Therapien auch schneller auf wenige Krankheitsbilder eingeschränkt wird. 

Absoluter Standart ist ein Malariatest bei jedem Patienten. Es ist hier so unglaublich verbreitet und ein gutes Mittel, noch vor schweren Verläufen einzuschreiten.

Wie ich schon sagte, genügt die Hygiene nach meinem Empfinden nicht. Ich bin die einzige, die sich nach Patientenkontakt die Hände desinfiziert. Materialien werden grundsätzlich ohne Reinigung am nächsten Patienten wieder angewendet. 

Auch im Krankenhaus ist der Geruch sehr speziell. Auf den Betten und an den Wänden laufen Käfer. Müll muss nicht in Klinikmüll und Restmüll getrennt werden, denn hier wird eh alles verbrannt. 

Wenn man nach Hause kommt, ob kurz über Mittag oder nach Dienstende, ist es ein großes Glück Strom zu haben, fast immer ist er aber weg. 

D.h. kein Kochen möglich, kein Licht, keine Endgeräte ladbar. 

Das mit dem Essen ist gar nicht so einfach, denn da generell ohne Kühlschrank, kann nichts gelagert werden, Milchprodukte sind sowieso unüblich und haltbare kalte Nahrungsmittel für ein ausgewogenes Essen haben wir noch nicht richtig gefunden. 

Meist gibt es ungetostetes Toastbrot mit Honig oder 🥑 Guacamole. Aufstriche gibt es keine, von Rohkost die man nicht schälen kann, müssen wir die Finger von lassen. 

Also duscht man ohne Strom im Dunkeln mit Taschenlampe, braucht meist eh nicht lange weil es so unfassbar kalt ist. Hier wäscht man in einem Eimer, der für alles da ist, dann auch die Klamotten. Das ist echt unglaublich anstrengend und dauert länger als man denkt. Waschen sollte man früh, so dass es Tags über trocknet, denn die Aufhängungsmöglichkeiten sind beschränkt. Wir leben aus dem Koffer. 

Weil es ab etwa 17.30 Uhr kuhnacht ist, beschränkt man sich auf das Wichtigste und geht meist früh schlafen, außer man setzt sich noch bei Kerzenschein vors Haus. 

Heute Abend wurden wir von Einheimischen an unserer Unterkunft zum Essen anlässlich eines Geburtstages eingeladen. Wir sollten etwas typisch deutsches mitbringen, der angekünigte Kartoffelsalat wurde nur leider nichts, da nach dem Ansetzen der Strom ausfiel und wir bis zum Abend keinen mehr hatten. Also wurde Guacamole improvisiert und wir wurden mit Reis, Nsima und Hühnchen sowie Würstchen empfangen. 

Vor dem Essen geht der Sohn mit einem Bottich herum und lässt dich die Hände waschen. 

Als Vegetarier hat sich mein Essen auf Reis und das erstmalige Kosten von Nsima mit Avocado beschränkt. 

Nsima schmeckt wirklich sehr speziell, und zwar nach absolut nichts in Puddingform. 

Danach hat sich mein Magen leider gedreht und ich hatte eine leidende Nacht. 

Innere Station, Schwestern sehen hier super schick aus 🙂

3.Tag

Erster Tag im Krankenhaus.

Die Arbeitsklamotten werden für gewöhnlich schon Zuhause angezogen. Beim Frühstück vor der Tür laufen die Nurses schon los, sie sehen unheimlich adrett aus. Da sehen wir Studenten in unseren Kasacks aus wie noch im Schlafanzug.

Der Weg zur Klinik geht über einen Fluss, seit heute ist die kleine Brücke fertig, bis dato lagen nur zwei Baumstämme zur Überquerung da. 

Das Klinikgelände ist schwer zu erkennen. Nicht charakteristisch, sondern sehr ähnlich wie die typischen anderen Gebäude hier auch. Viele einzelstehende Gebäude, alles recht offen gebaut. Zuvor muss man ein Schulgelände und einen angrenzenden Wohnheimsbereich mit kochenden und waschenden Menschen und Wäscheleinen durchqueren. 

Die Klinik ist größer als gedacht und es ist gar nicht so einfach bei den gleich aussehenden Eingängen (eigentlich alles offen, ohne Fenster) sich nicht ständig zu verlaufen. 

Auf der Kinderstation angekommen zeigt mir die Studentin vor Ort schon mal die drei Abteilungen. Wir schauen uns die ganz lütten Babys an. Uns bemerkt keiner und es sagt auch niemand was, dass man da einfach reinspaziert. Schließlich kannte mich bis dato noch niemand.

Dann haben wir uns bei der Morgenbesprechung eingefunden.

Die zuständigen Ärzte, hier sind es eher Arzthelfer, berichten über die Fälle. Sie nuscheln so leise und reden so schlechtes Englisch vermischt mit Chechewa, dass ich fast nichts verstehe. Ich stelle mich vor, verstehe wieder nichts und schließe mich einfach einer Gruppe an, die zur Station geht. Auch hier wird wieder viel zu mir gesagt, als ich mich vorstelle. Es ist so unheimlich schwer ihre Wörter zu verstehen oder die Aussprache zu deuten, da sie auch noch leise reden.  

Wir machten Visite bei den kleinen Mädchen. Diese liegen etwas erhöht mit ihrer Mama auf einem Holzplatea. Jede muss ihre Unterlage und Decken selbst mitbringen, sie warten dann darauf, dass sich jemand kümmert. Sie sind unheimlich geduldig und können fast alle kein Englisch. D.h. Visite ist nur zusammen mit Einheimischen möglich. Vitalparameter können leider fast nicht erhoben werden, da das einzige Gerät entweder nicht geht oder die Batterie leer ist. Manuelle Blutdruck Manschetten gibt es nicht. Körperliche Untersuchungen werden meist eingespart, es wird auf die Anamnese der Eltern gehört. Wenn etwas nicht geht, wird es belassen, meist sucht man nicht nach Lösungen, sondern nimmt es einfach so hin. 

Oft haben die Patienten Sepsis, Pneumonie oder Malaria. Jedes Kind bekommt dann grundsätzlich Antibiotika und auch bei Weichteildiagnostik ein Röntgen.

Bis eine Anordnung geschrieben wird (alles händisch, was das Entziffern sehr schwer macht) dauert es schon manchmal zwei Tage. Angemeldet wird zu Fuß, d.h. man läuft in die Radiologie und meldet den Patient selbst an, Telefone werden nicht benutzt. 

Die effektive Arbeitszeit ist für mein Empfinden extrem kurz, und sie arbeiten seeeeeeehr gemütlich. Dass sie sich auch mal ne halbe Stunde auf eine Bank setzen ist schon normal. Mittagspause ist heilig, da werden die Untersuchungen halt auch mal auf den nächsten Tag verschoben. 

Grundsätzlich kommen die Angehörigen der Kinder nie alleine, sie reisen teilweise von weit an, kommen aus anderen Landesabschnitten, um hier eine medizinische Versorgung zu bekommen. Sie bringen nicht nur alles mit, sondern müssen sich vor Ort auch komplett selbst versorgen. Wenn man morgens ankommt, sitzen sie auf dem Boden vor dem Kindergebäude, mittags kochen sie auf der Wiese hinter dem Gebäude und bringen dann das Essen rein, sodass Mutter und Angehörige versorgt werden. Es liegt dann auch mal ein Kohl auf dem Patientenbett oder man stolpert über Wasserkanister und Töpfe der Angehörigen. 

Patienten und Angehörige tragen häufig lange Röcke und wickeln ihre Kinder mit Tüchern um sich rum. Sie tragen dazu meist Ballerinas oder gehen Barfuß. Gegessen wird immer mit den Händen. Absolut traditionell ist Nsima = Reisbrei, häufig wird auch Reis gegessen. 

2.Tag

Das Frühstück hat sich heute auf eine halbe Papaya und etwas trockene Cornflakes beschränkt, blieb auch tatsächlich das einzige an Essen, bis wir zum Abend ziemlich überteuert essen gegangen sind. Wir waren schon extrem hungrig und zahlten deswegen diese Preise, Hauptsache endlich etwas im Magen. 

Den ganzen Tag brauchten wir für die Organisation unses Gepäcks. Am Telefon sagte man uns, es sei nicht da. Ich bat eine Krankenschwester um Hilfe, die auf Chechewa doch tatsächlich mehr bewirkt hat. Es sei nun da. 

Wir machten uns auf die lange Fahrt zum Flughafen auf. 

Wieder so viele Eindrücke, so viele Erlebnisse wie von Verkäufern umgarnt zu werden, die dir zwanghaft etwas verkaufen wollen. Du kommst schier nicht mehr weg. 

Oder irgendwelche Afrikaner, die dir deinen Koffer aus der Hand reißen und dich unbedingt irgendwo hin fahren wollen. Den dann wieder zu bekommen, ist nicht so leicht wie man glaubt. 

Ich war froh, dass das Gepäck da war, den kleinen Schmerz dass der Koffer demoliert, kaputt und aufgebrochen war, musste ich hinnehmen. Ich bin dankbar über den verbliebenen Inhalt, und dass ich nun die Klamotten für die Arbeit morgen im Krankenhaus habe. 

Um 19.30 Uhr geht es fix und alle ins Bett. 

1.Tag

Ich war sehr froh, dass es gestern kein Strom gab und ich unbesorgt ins Bett gegangen bin. Die Kakalake neben meinem Bett hat mich barfuß dann doch kurz überrascht und ist jetzt wahrlich nicht mein Lieblingstier im Zimmer. Leider war das nicht der einzige ungebetene Gast. 

Zum Frühstück gab es noch das einpackte Croissant aus dem Flugzeug und Chlorwasser. Wir saßen dazu bequem auf Plastikstühlen vor dem Haus und haben uns überlegt, was wir nun am dringensten den Tag über organisieren und besorgen müssen.

Es ging zu Fuß über Stock und Stein, an Flüssen mit Tonnen voll Plastikmüll vorbei Richtung Markt. Überall verbrennen die Einheimischen den Müll, es ist sehr staubig und es liegen viele tote Tiere herum. Der Geruch ist schon speziell, etwas zwischen Müll und Cyanidgeruch, frisch atmen ist nicht möglich. Am beschriebenen Fluss waschen Afrikaner Schuhe. 

Auf dem Weg zum Markt wird man extrem angeschaut, alle sprechen einen an und fragen wie es geht. Smalltalk ist hier extrem gewünscht und vermittelt ein schönes Gefühl von Offenheit, zudem ist man als Weißer einfach die Attraktion. Kinder aber auch Erwachsene aus Autos winken dir zu. 

Am Markt angekommen wird man auch direkt angesprochen… ihr seid doch die Freunde der anderen Weißen, kauft bei mir ein, ich mache den besten Preis, ja ist klar, hier muss man schon bisschen aufpassen, sie wissen was sie an dir verdienen können. Ein normaler Tageslohn ist so bei 1 $, an uns verdienen die jedoch eher ein Vermögen. Man muss etwas aufpassen, handeln und darf sich nicht von allen einwickeln lassen. Alle wollen dir was andrehen, alle sprechen dich an. 

Als ich einen Händler gefragt habe, mit ihm ein Foto machen zu dürfen, war er so happy, meinte er möchte bitte auch eins haben, damit er es seinem Freunden zeigen kann, er hat gleich 20 identische gemacht 😂 und hat uns dann eine Riesenavocado geschenkt, weil wir jetzt Freunde sind 😎.

Der Markt ist beeindruckend gewesen, sehr reichhaltig und es gab alles. Obst/Gemüse, Frauen die Erbsen pulen, aber auch Elektrik, Klamotten, Schuhe, Baumaterialien, Stoffe, lebende Tiere, aber auch viele tote Fische auf Holzbänken und Unmengen an Heuschrecken. Auch hier intensive Gerüche und viele Eindrücke und unglaublich liebe Menschen. 

Eine Frau hat uns mit der neuen Simkarte geholfen, damit wir uns mal ein Datenpanel kaufen können. Hat eine geschlagene Dreiviertelstunde gedauert bis alles funktionierte und freigeschaltet war. Im Smalltalk bekam sie mit, dass wir vergebens versuchten den Flughafen zu erreichen und rief ein paar Freunde an, um uns zu helfen und zu fragen, wo unser Gepäck abgeblieben war. Sie schickte unsere Anfrage per WhatsApp persönlich durch, bei der Telefonnummer die wir bekommen hatten, ging nur eine automatisierte Antwort los, das der Flughafen wegen Überbeanspruchung nicht mehr erreichbar sei. 

Unser Gepäck sei nun da, wir müssten nur noch irgendwie dort hin kommen um es abzuholen. Eine Aufgabe die wir akut nicht angingen. 

Wir suchten uns lieber ein Café und aßen erstmal etwas, weil unsere Kraft ausgeschöpft und unser Hunger riesig war. 

Man sieht Unmengen an Material und Lebensmittel, das Afrikaner auf dem Kopf oder auf Rädern transportieren, teilweise balancieren sie es sogar steile Berge rauf und runter. Das sieht beeindruckend aus.

Der Verkehr ist wie gesagt extrem abenteuerlich, anscheinend sind Verkehrsunfälle an der Tagesordnung, die Leute fahren aber auch verrückt, man muss schon aufpassen nicht überfahren zu werden 😝 

Heute habe ich ein Moped gesehen, auf dem 2 Erwachsene, 3 Kinder darunter ein Baby auf dem Rücken festgebunden saßen, das ca. einjährige Kind wurde einfach in die Mitte der Kinder gesteckt. Festhalten war aufgrund des Alters nicht wirklich möglich und einen Helm hat natürlich keiner auf. 

Viele Pickups fahren mit Afrikanern auf der Kante der Ladefläche sitzend herum. Das sieht man ständig und scheint hier der absolute Alltag zu sein. 

Ankunft

Ok, jetzt merkt man, dass man in „Afrika“ gelandet ist. 

Unvorstellbar, wirklich, wie so ein Landeplatz aussehen kann. Ich versuche es mal bildlich zu beschreiben. 

Das Flugzeug landet quasi direkt neben Häusern, Alles ist total klein. Unter einer Plane wird eine kurze Kontrolle der Dokumente gemacht, aber richtig geschaut hat da niemand was du zeigst, Hauptsache zu zeigst irgendwas vor, dann winken sie dich weiter. Also drehst du nach der Plane um und gehst ins Flughafengebäude. Das ist ein Haus mit offenen Türen indem du dein Visum beantragst indem du ein Papier mit deinem Namen ausfüllst. 

Bezahlst es und wartest auf das Gepäck, welches durch eine Person mit der Hand auf ein Mini Gepäckband geworfen wird. Tja von 4 Koffern, hatten wir ja Glück, dass wenigstens einer da war. Wir haben noch eine Weile gewartet bis der größte Wusel weg war, aber die Situation blieb unverändert.

Also machten wir uns auf den Weg nach Zomba und fuhren mit Patrick in unsere Unterkunft. Die Autos sind demoliert, ziemlich kaputt und der Fahrstil ist schon kurz gewöhnungsbedürftig. 

Ab dem Moment haben sich die Eindrücke überschlagen. Es ist schier unmöglich das, was man dann gesehen hat annähernd realitätsnah auszudrücken. 

Eine vierspurige Straße, die Menschen -auch Kinder – laufen direkt neben den extrem rasant fahrenden Fahrzeugen, Lastwagen und abartig überfüllten Minibussen die Strasse entlang. Überall Stände, wo direkt an der Straße gegrillt wird und Sachen verkauft werden. Aber eher nichts europäisch Verträgliches…sowas wie „Spatz am Spiess“ und Aussteigen hätte man glaube ich auch nicht wollen. Im Kreisverkehr stehen Minderjährige mit ausgestreckten Armen, komplett behangen mit Hühnern, die sie verkaufen wollen.

Überall sind Menschen, viele laufen und viele sitzen vor Hütten, Häusern und mitten auf der Straße. Die Häuser sehen unterschiedlichst aus. Wellblechdächer mit Steinen fixiert aber auch Stabileres ist vorhanden. 

Angekommen an der Unterkunft. Es gibt Mehrbettzimmer, eine Dusche mit kaltem Wasser, eine mini Kochnische ohne Inventar und ein Zweiplattenelektroherd, leider gibt es die meiste Zeit des Tages kein Strom. 

Das was man aus Deutschland kennt. Von Hygiene, Sauberkeit, Ausstattung ist einfach unvergleichbar. Man geht eher blind durch, es ist schon wahnsinnig versifft, sowohl die Küchenecke, als auch die Matratze mit quasi Liegelöchern, ein Laken welches wahrscheinlich noch nie gewaschen wurde, kein Kissen, keine Decke.

Unvorstellbar, aber das erste Mal habe ich mir Gedanken machen müssen, wie ich wo an Wasser komme, weil ich richtig durstig war, es kein Trinkwasser gab und alle Läden schon zuhatten. 

Wir haben uns Wasser mit Chlortabletten von anderen Studenten abgefüllt, damit wir erstmal bis zum nächsten Morgen etwas hatten. 

Ohne Strom und mit kaltem Wasser ging es schnell ins Bett, zumal es hier ab 18 Uhr tiefste Nacht ist und wir eh ohne Gepäck, also auch ohne Taschenlampen nicht viel sehen konnten. 

Etwas kalt, aber fix und alle war ich froh zu schlafen. 

Menschen auf Ladeflächen fahrend ^^

Abflug

Nach vielen, vielen Vorbereitungen, Zusammensuchen der Versorgungsgüter auf verschiedensten Wegen, wöchentlichen Besuchen im Tropenzentrum und der Uniklinik, unzähligen abgearbeiteten Packlisten, Koffergequetsche, später 

geht es los! 

Auf nach Zomba — und zum Zomba Central Hospital nach Malawi. 

Um 09.00 Uhr habe ich mit zwei Koffern, einem Rucksack und einer Tasche das Haus verlassen, um zur Straßenbahn zu gelangen, die das erste Verkehrsmittel des Tages sein sollte, mich nach Afrika zu bringen 😇. Schon im Treppenhaus kam ich mit dem Gewicht und der Fülle meines Gepäckes dezent an meine Grenzen, sodass meine liebste Nachbarin mich mitleidig beäugte und mich zum Bahnhof nach Dresden fuhr.

Dort angekommen ging es mit einem halbierten und massig überfülltem ICE nach Frankfurt. 

Letzte Telefonate, noch einen kleinen Powerfruit-Zwischensnack, die vergebliche Suche nach funktionierenden Steckdosen und dann wagten wir uns zur Kofferaufgabe und der Sicherheitskontrolle. Gut, dass das Handgepäck mit knapp 5 kg drüber nicht gewogen wurde, sonst hätte ich meine eiserne Schokoreserve ja schon am Flughafen vernichten müssen.

Um 22 Uhr ging der Flieger nach Addis Ababba/ Äthiopien 🇪🇹. In so einem riesigen Vogel bin ich noch nie geflogen, naja ist ja auch kein Wunder, selbst mein Reisepass war ja noch druckfrisch. 

3×3 Plätze mit Monitoren ausgestattet. Kleines Kissen und Decke gab es auch. 

Der Blick in die Buisness Class machte die Augen weit. Schon nicht schlecht 🤣.

Um 24 Uhr gab es dann Essen, tatsächlich das erste Richtige, was wir am Tag zu uns genommen haben. Tat unheimlich gut. Danach fielen wir quasi wie auf Knopfdruck, von Stresss, Schlepperei, Warterei und unendlich viel Aufregung in einen Dornröschenschlaf……..der dann —herzlichen Glückwunsch — um 3 Uhr mit „good mooooorning — koffee or tea — schmerzhaft früh unterbrochen wurde.

Um 7 Uhr gelandet in Addis Ababba gab es dann während der Wartesitzen einen kurzen Powernap und dann ab in den nächsten Flieger nach Ndola in Sambia 🇿🇲.

Auch hier wurde einem nicht viel Nachholschlaf gegönnt, dafür aber ein warmes Mittagessen um 10h morgens 😍👌🏻😉.

Gegen Mittag ging es dann nach wirklich kurzen Aufenthalt weiter nach Blantyre, wo wir gegen Nachmittag landen wollen. Unsere Zieldestination, wo uns „Patrick“ nach Zomba begleiten soll. 

Gespannt wie es weitergeht… 

Info

Leider gibt es hier öfters keinen Strom und häufig kein Internet oder nur super schlechtes…

Ich versuche aktuell meine Erfahrungen zu teilen, leider gestaltet sich das Hochladen seeehr schwer. Auch das Foto-Hochladen ist unzuverlässig. Ich gebe mein Bestes! 😇